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Smart Home im Alter

25.03.18 12:30 von Niklas Holten

Smart Home Technik erleichtert das Wohnen im Alter

Unsere Gesellschaft wird immer älter: Laut Statistischem Bundesamt war im Jahr 1950 jeder zehnte Deutsche mindestens 65 Jahre alt, heute ist es bereits jeder fünfte und bis 2060 wird es voraussichtlich jeder dritte sein. Auch die Zahl der Menschen, die 80 Jahre und älter sind, nimmt kontinuierlich zu; die Statistiker rechnen damit, dass Mitte dieses Jahrhunderts jeder achte Bundesbürger dieser Altersklasse angehören wird. Was dabei ebenfalls an Bedeutung gewinnt ist der Wunsch, so lange wie möglich unabhängig und selbstbestimmt in der gewohnten Umgebung der eigenen vier Wände zu leben, auch bei körperlichen Einschränkungen und vielleicht auch geringerer geistiger Flexibilität. Neben baulichen Vorkehrungen wie breiten Durchgängen oder abgesenkter Türschwellen können auch technische Lösungen dazu beitragen, diesen Wunsch zu erfüllen. Eine Möglichkeit ist die Installation eines Smart Home Systems, das elektrische Geräte und Anwendungen im Haus per Funk miteinander vernetzt und damit bestimmte Abläufe automatisiert. Die intelligente Technik bringt zahlreiche Komfort- und Sicherheitsvorteile im Alter mit sich, von denen Sie aber auch schon in jungen Jahren profitieren können. Smart Home im Alter ist zu kompliziert? Keinesfalls..

Tägliche Routineaufgaben übernimmt Ihr Smart Home

Ein Smart Home System bietet mit seiner breiten Funktionsvielfalt nahezu uneingeschränkte Möglichkeiten. Sinnvoll ist es, vor allem zentrale Anwendungen des täglichen Lebens zu automatisieren. Dann können Sie sich im Alltag viele Bedienungsgriffe sparen, denn Ihr intelligentes Zuhause weiß, was in welchen Situationen zu tun ist. So starten und stoppen beispielsweise bestimmte Anwendungen zur individuell hinterlegten Wunschzeit. Rollläden öffnen und schließen sich automatisch, das kräftezehrende Ziehen am Gurt wird damit überflüssig. Gleichzeitig entfällt der Gang zu jedem einzelnen Rollladen, was den Alltag nicht nur im Alter deutlich erleichtert. Automatisieren lässt sich auch das An- und Ausstellen der einzelnen Heizkörper oder des Lichts, gesondert nach Räumen und Bedarf.

Praktisch ist auch das Festlegen von individuellen Szenen, bei denen verschiedene Funktionen und Anwendungen direkt aufeinander abgestimmt sind. Erleichtern Sie sich zum Beispiel mit der Szene „Morgenroutine“ das Aufstehen: Zu Ihrer gewohnten Zeit stellt sich die Heizung im Bad selbsttätig an, das Licht im Flur schaltet sich ebenso ein wie das Radio. Binden Sie zusätzlich eine Wetterstation in die Hausautomation ein, fahren ab einem bestimmten Helligkeitswert die Rollläden automatisch in Sonnenschutzposition. Oder aber die Markise fährt bei aufkommendem Wind oder Regen von alleine ein. Noch komfortabler wird es mit Raumthermostaten und Fensterkontakten. Dann erkennt das System, ob ein Fenster bei laufender Heizung gekippt oder beim Lüften vergessen wurde und fährt die Heizkörper automatisch herunter, damit keine teure Energie vergeudet wird. Ein weiteres Beispiel: Räume, die automatisch abgedunkelt werden, sobald die Sonneneinstrahlung und damit auch die Aufwärmung einen bestimmten Wert erreichen, bleiben auch bei Hitze schön kühl – auch das ist besonders effizient und komfortabel.

Rundum vernetzt – rundum geschützt 

Eine Hausautomation entlastet Sie nicht nur nahezu unbemerkt im Alltag, es kann Sie auch vor alltäglichen Gefahren wirksam schützen. So bringen Bewegungsmelder automatisch Licht ins Dunkel und schützen vor Stolperfallen. Das ist nicht nur für ältere Menschen ein wichtiger Sicherheitsaspekt, sondern auch praktisch, wenn man beispielsweise mit vollem Wäschekorb durch den Flur geht und keine Hand frei hat, um nach dem Lichtschalter zu tasten. Möglich ist auch die Kombination mehrerer Bewegungsmelder, etwa in Treppenhäusern. Dann übernimmt ein zweiter oder dritter Sensor, wenn der erste die Bewegung nicht mehr erfasst und sorgt so durchgängig für eine sichere Beleuchtung.

Abgesehen von Lichtszenarien sorgen Funk-Rauchmelder, die in das Smart Home System integriert werden, für zusätzliche Sicherheit. Gerade für ältere Menschen, deren Reaktionsvermögen vielleicht nachgelassen hat oder die nicht mehr so beweglich sind, zählt im Brandfall jede Sekunde. Die Rauchmelder schlagen bei Gefahr nicht nur Alarm, sondern senden auch ein Signal an das System, das dann eine vorher festgelegte Szene auslöst und beispielsweise die komplette Beleuchtung in der Wohnung oder im Haus einschaltet und die Rollläden hochfahren lässt und dadurch einen zweiten lebenswichtigen Fluchtweg über die Fenster freigibt. Mit elektronischen Gurtwicklern lässt sich das beispielsweise problemlos umsetzen.

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Smarte Technik einfach nachrüsten

Von den Vorteilen der intelligenten Technik profitieren nicht nur Bauherren – funkbasierte Systeme wie das HomePilot Smart Home können in jeder Wohnsituation leicht nachgerüstet werden. Da die einzelnen Komponenten drahtlos miteinander kommunizieren, müssen weder Wände aufgestemmt noch Leitungen verlegt werden. Bis zu 100 elektrische Geräte und Anwendungen lassen sich damit vernetzen und automatisieren. Dabei können Sie auch klein anfangen und im ersten Schritt beispielsweise nur die Rollläden automatisieren. Ändern sich im Laufe der Zeit die Wünsche und Anforderungen können jederzeit zusätzliche Komponenten ergänzt werden – ganz flexibel nach Ihrem persönlichen Bedarf. Die Bedienung ist über verschiedene Geräte möglich: Sie erfolgt entweder mittels Handsender oder Wandtaster oder über Computer und über eine App auf dem Smartphone oder Tablet.

So können Sie beispielsweise bequem von der Couch aus oder dem Schlafzimmer auf Ihre Hausautomation zugreifen. Ist das Sehvermögen eingeschränkt, kann auch die praktische Sprachsteuerung genutzt werden. Über den HomePilot Alexa Skill lässt sich das System einfach mit dem Amazon Sprachassistenten Alexa verbinden und die einzelnen Funktionen bequem auf Zuruf steuern.

Und wenn unterwegs sind behalten Sie per Smart Home App jederzeit und von jedem Ort aus den vollen Überblick über Ihr Zuhause. So können Sie beispielsweise überprüfen, ob alle Fenster geschlossen und die Lichter ausgeschaltet sind. Haben Sie Kameras im oder ums Haus herum installiert, haben Sie auch Ihre Räume und ihr Grundstück von überall auf der Welt im Blick. Ebenfalls programmierbar: Mit nur einem Fingertipp lassen sich alle elektrischen Endgeräte ausschalten, wenn man das Haus verlässt oder zu Bett geht.

Staatliche Förderung nutzen

Eine Hausautomation macht das Wohnen nicht nur im Alter unbeschwerter und bringt viele sinnvolle Erleichterungen mit sich. Wer sein Haus intelligent machen will, sollte damit also nicht allzu lange warten. Schließlich sorgt die smarte Technik in jeder Lebenslage für spürbaren Wohnkomfort und Sicherheit. Mit zunehmendem Alter und wachsendem Bedarf an automatisierten Abläufen lässt sich das vorhandene System dann leicht erweitern.

Die Vorteile der Hausautomation hat auch die Bundesregierung erkannt. Sie unterstützt daher Wohnungs- und Hauseigentümer dabei, Barrieren abzubauen und den Wohnkomfort zu erhöhen. Wenn Sie sich für die Installation einer Hausautomation entscheiden, können Sie sich daher finanzielle Zuschüsse sichern: Mit dem Programm „Altersgerecht umbauen“ fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) solche Modernisierungsmaßnahmen. Förderfähig sind Smart Home Lösungen wie Antrieb und Steuerung von Rollläden, Jalousien und Toren sowie eine automatische Beleuchtung und Sicherheitstechnik. Über die KfW können Modernisierer bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten zu günstigen Kreditkonditionen finanzieren, dazu zählen auch Planungs- und Beratungsleistungen. Der maximale Kreditbetrag beträgt 50.000 Euro pro Wohneinheit. Den Antrag auf Förderung können Sie direkt bei der Hausbank stellen.

Wer keinen Kredit benötigt, kann für seine Sanierungsmaßnahmen bei der KfW auch einen Zuschuss beantragen, dieser liegt bei bis zu 12,5 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Die Förderung ist übrigens altersunabhängig – wer sich für die Installation einer Hausautomation entscheidet, kann also bereits vor dem Rentenalter den Komfort genießen und sich Zuschüsse sichern. Weitere Informationen gibt es unter www.kfw.de.

Sicher leben im Smart Home

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